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Wann ist ein Balkonkraftwerk einer regulären PV Anlage überlegen?

Ein Balkonkraftwerk ist einer konventionellen, größeren PV-Anlage besonders dann überlegen, wenn geringe Einstiegshürden entscheidend sind keine größeren geeigneten Montageflächen vorhanden sind oder, und das ist der wichtigste Grund, gar nicht so viel Strom benötigt wird, den eine große PV-Anlage produzieren kann. Denn nur wenn Sie den produzierten Strom auch verbrauchen, lohnt sich eine große PV-Anlage. Ansonsten bekommen Sie die Anschaffungskosten nicht mehr rein. Mit einem Balkonkraftwerk 2000W schaffen Sie es im Jahr bis zu 1500 – 2000 kWh Strom zu erzeugen. 

In welchen Situationen ein Balkonkraftwerk die bessere Option ist

Ein Balkonkraftwerk (auch Mini-PV-Anlage, typischerweise bis zu 800 Watt Einspeiseleistung) bietet besonders dann Vorteile, wenn die folgenden Punkte im Vordergrund stehen:

1. 🏠 Für Mieter und Wohnungseigentümer

  • Praktische und schnelle Möglichkeit zur Stromerzeugung: Häufig stellt ein Balkonkraftwerk die einzige schnelle Option dar, selbst Solarstrom zu produzieren, da das Kosten/-Nutzen-Verhältnis unschlagbar ist.

  • Keine umfangreichen Baumaßnahmen erforderlich: Die Montage ist auf Dächern an Balkonen, Fassaden oder kleinen Flachdächern innerhalb von einem Tag möglich und kommt ohne größere umfangreiche Arbeiten oder statische Berechnungen aus.

2. 💰 Günstiger Einstieg und kurze Amortisationszeit

  • Niedrige Anschaffungskosten: Für ein Komplettset fallen meist nur einige tausend Euro an, während eine vollwertige PV-Anlage schnell 10.000 Euro oder mehr kostet.

  • Schnelle Kostendeckung: Die Kombination aus geringem Investitionsbedarf und sofortiger Verringerung des Grundverbrauchs führt häufig zu einer raschen Amortisation – oft bereits nach 5 bis 7 Jahren.

3. 🛠️ Hohe Einfachheit und große Flexibilität

  • Einfache Installation („Plug & Play“): Der Aufbau kann meist kurzfristig erfolgen (Anschluss über Schuko- oder Einspeise-Stecker) – ohne Elektriker und ohne hohe Installationskosten.

  • Kaum Bürokratie: Benötigt wird lediglich die Eintragung im Marktstammdatenregister, wohingegen für große PV-Anlagen zusätzliche Abstimmungen mit dem Netzbetreiber notwendig sind.

4. ⚡ Optimale Ergänzung zur Deckung des Grundverbrauchs

  • Versorgung von Dauerverbrauchern: Balkonkraftwerke eignen sich ideal, um den grundlegenden Tagesbedarf (z. B. Kühlschrank, Router, Standby-Geräte) zu decken. Je höher der direkte Eigenverbrauch, desto größer die Einsparung.

Fazit

Wenn Sie zur Miete wohnen, nur eine begrenzte Menge Strom selbst erzeugen möchten oder eine schnelle, kostengünstige und unkomplizierte Lösung bevorzugen, ist ein Balkonkraftwerk die bessere Wahl. Soll hingegen ein größerer Energiebedarf gedeckt oder eine hohe Unabhängigkeit vom Stromnetz erreicht werden – eventuell inklusive Speicher und Einspeisevergütung – ist eine klassische Dach-PV-Anlage die passendere Option.

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